Krautrock (Part I)

USA 2019

Vor allem Anfang der 70’er Jahre wurden Krautrockbands wie Can oder Kraftwerk berühmt, weil sie beeindruckende Live-Bands waren. Das Publikum hatte bei jedem Auftritt das Gefühl bei der Entstehung von etwas Neuem dabei zu sein. In den kreativen Freiräumen, die sich die Krautrock Musiker eröffneten machten die Musiker und ihr Publikum Entdeckungen, die auch heute noch inspirieren. Viele der Musiker kamen aus der Klassik oder dem Jazz und waren bereits professionelle Musiker, als sie anfingen neue Wege zu gehen, die man in der Rückschau „Krautrock“ nennen sollte. Fast alle zeichneten sich durch einen ungeheuren Anspruch an sich selbst, an ihre Musik und an die von ihnen gelebte Musikkultur aus. Die Krautrockmusiker waren Weltreisende im Wortsinn wie Malcolm Mooney, oder Damo Suzuki und im übertragenen Sinne, weil ihre Musik für Inspirationen aus der ganzen Welt offen war. Durch die Suche nach immer neuen Sounds entstand eine ganz neue Kultur im Zusammenspiel einzelner Musiker. Aber auch in der Entwicklung der Studiotechnik, der Instrumententechnik durch elektronische Veränderung der Sounds, bis zur Entwicklung einer rein elektronischen Musik und einer programmierbaren Musik kam es zu bahnbrechenden Veränderungen. Studio Produzenten wie Connie Plank hatten einen maßgeblichen Anteil an der neuen Musik aus Deutschland. Interviews mit: Irmin Schmidt (CAN), Jaki Liebezeit (CAN), Malcolm Mooney (CAN), Damo Suzuki (CAN, DAMO SUZUKI NETWORK), Theo König (FLOH DE COLOGNE), Dieter Klemm (FLOH DE COLOGNE), Vridolin Enxing (FLOH DE COLOGNE), Wolfgang Flür (SPIRITS OF SOUND, KRAFTWERK), Michael Rother (SPIRITS OF SOUND, KRAFTWERK, NEU!, HARMONIA), Eberhard Kranemann (KRAFTWERK, KRAUTWERK), Harald Grosskopf (ASHRA, KRAUTWERK), , Hans Lampe (LA DÜSSELDORF), Miki Yui (JAPANDORF), Werner “Zappi” Diermaier (FAUST, faUSt), Jean-Hervé Péron (FAUST, faUSt)

Regie
Adele Schmidt und José Zegarra Holder
Länge
134 min
Programm